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212-10108 Auf den Spuren der Tübinger Jüdinnen und Juden

Stadtführung

Beginn: So, 31.10., 15:00-17:00 Uhr, Treffpunkt: Denkmal Synagogenplatz, Gartenstraße 33
Kursleitung:

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Erst 1850 hatte Leopold Hirsch das Bürgerrecht für Juden gegen den Tübinger Gemeinderat erstritten. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts zählte die überwiegend liberale und akkulturierte jüdische Gemeinde rund 100 Mitglieder. Ihren Mittelpunkt bildete die 1882 errichtete Synagoge in der Gartenstraße 33 (heute beim Denkmal Synagogenplatz). Die Jüdinnen und Juden gehörten zum mittleren und höheren Bürgertum und übten vorwiegend selbstständige Berufe aus. Sie waren Textilkaufleute, Viehhändler, Verleger, Rechtsanwälte, Ärzte und Bankiers und engagierten sich in der Kommunalpolitik und in der Sozialfürsorge. Nachdem sich bereits nach dem Ersten Weltkrieg in akademischen Kreisen und in Teilen des Mittelstandes ein wachsender Antisemitismus breitgemacht hatte, schritt im Nationalsozialismus die Ausgrenzung der Juden rasch voran. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 demolierten SA- und SS-Männer im Zuge des reichsweit angeordneten Pogroms das jüdische Gotteshaus und brannten es auf Befehl des NSDAP-Kreisleiters nieder. Die durch Emigrationen erheblich verkleinerte jüdische Gemeinde musste sich 1939 auflösen. Ausgehend vom Synagogenplatz wird in der Stadtführung an verschiedenen Stationen an diese wechselvolle jüdische Geschichte in Tübingen erinnert.
Ein Veranstaltung in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. in der Reihe "Jüdische Lebensentwürfe in Deutschland vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart“, gefördert durch #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland e.V. aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.






Termine

Datum
So., 31.10.2021
Uhrzeit
15:00 - 17:00 Uhr
Ort
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Dr. Patricia Ober

Patricia Ober
07071 5603-31
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