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212-10723V Das Grundgesetz und die Debatte um das Racial Profiling.

Wie kann das grundgesetzliche Rassismus-Verbot in gerichtlichen Verfahren Anwendung finden?

Kursdaten:
1 Termin, Di., 05.10.2021, 19:30-21:00 Uhr
0,00 €, vhs, Saal
Kursleitung: Tim Wihl

Artikel 3 des Grundgesetzes verbietet rassistische Diskriminierung. In der Strafverfolgung und vor Gerichten spielte dies lange Zeit kaum eine Rolle - was vor dem Hintergrund der deutschen NS-Verbrechen und der historisch weiter zurückreichenden deutschen Kolonialgeschichte verwundert.
Erst seit Betroffene selbst und die Zivilgesellschaft in den letzten Jahren die Debatte um rassistische Polizeikontrollen, um das sog. Racial oder Ethnic Profiling, in die politische Öffentlichkeit getragen haben, führte dies auch zu Konsequenzen auf der juristischen Ebene: Durch mühsame Kleinarbeit konnte in verwaltungsgerichtlichen Prozessen erreicht werden, dass sich die Zahl solcher willkürlichen Kontrollen verringert hat.
In beiden Bereichen der Rechtsprechung stellte sich nicht selten die Grundsatzfrage, ob Rechtsnormen per se rassistisch sind oder ob ihre – möglicherweise oft gar nicht bewusste, sondern intuitive - Auslegung durch die ausführenden Organe das Problem sind. Trotz dieser Fortschritte gibt es seit einiger Zeit in der Kriminal- und Sicherheitspolitik Tendenzen, bereits erreichte Standards wieder zurückzunehmen.
Der Rechtswissenschaftler Dr.Tim Wihl (Berlin) wird in seinem Vortrag an einem Beispiel erläutern, dass das grundgesetzliche Rassismus-Verbot in gerichtlichen Verfahren durchaus Anwendung finden kann.
Bitte melden Sie sich für den kostenfreien Vortrag an.
Der Vortrag wird von der Universitätsstadt Tübingen gefördert.






Termine

Datum
Di., 05.10.2021
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
vhs, Saal, Katharinenstraße 18, 72072 Tübingen



Kursort

vhs, Saal

Katharinenstraße 18
72072 Tübingen

Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an:


Susanne Christel

Susanne Christel
07071 5603-39
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