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202-10208V Bedrohte Demokratien im Fokus. Corona-Krise als Stresstest für die Demokratien weltweit?

Poddiumsdiskussion - Präsenzveranstaltung

Beginn: 10.12.2020
Kursgebühr: 0,00 €
Dauer: 1 Termin
Kursleitung:

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Demokratie und Menschenrechte werden als untrennbar miteinander verbunden und sich gegenseitig bedingend angesehen. Eine funktionsfähige Demokratie sollte u. a. die Vielfalt eines Landes berücksichtigen, die Gleichstellung fördern, Machtkonzentrationen verhindern, individuelle Freiheiten und Menschenrechte schützen. Auch auf internationaler Bühne setzen demokratische Staaten sich für den Schutz und die Weiterentwicklung der Menschenrechte ein. So engagiert sich beispielsweise Deutschland bereits zum vierten Mal von 2020 bis 2022 als Mitglied im Menschenrechtsrat der Vereinigten Nationen.
Allerdings weist nicht jede Demokratie dieselbe Qualität zum Beispiel im Hinblick auf die Verfassungsorgane oder aber auf eine demokratische Grundhaltung der Gesellschaft auf. Die Europäische Kommission unter dem Vorsitz der Kommissionspräsidentin, Ursula von der Leyen, hat am 30. September einen EU-Bericht zur Rechtstaatlichkeit in der Europäischen Union veröffentlicht. In diesem Bericht werden Verstöße in mehreren EU-Mitgliedsstaaten aufgezeigt. Unter anderem betrachtet Brüssel Polen und Ungarn mit Sorge.
Weltweit geben viele Staaten Anlass zu Bedenken in Bezug auf die abnehmenden Demokratiestandards. So gelten beispielsweise in Lateinamerika Brasilien, El Salvador, Bolivien und Honduras als defekte Demokratien. Nicaragua wird sogar als stark defekte Demokratie angesehen.
Im Rahmen der Veranstaltung wollen wir einen tieferen Blick auf Osteuropa (Ungarn und Belarus) und mehrere lateinamerikanische Staaten werfen. Insbesondere wollen wir der Frage nachgehen, ob die Covid 19-Pandemie mit all ihren Auswirkungen und Folgen Demokratien bedroht oder ob es auch Chancen und Neuanfänge für die Demokratisierung von Staaten ermöglicht.

Referent/-innen:
Jun. Prof. Dr. Jorge Garzón, Universität Torcuato Di Tella, Buenos Aires
Prof. Dr. András Czeglédi, Universität Szeged, Lehrstuhl für Philosophie
Olga Dryndova, Universität Bremen, Redaktion Belarus Analysen
Gabriele Forst, M.A., Politologin und Redakteurin, Tübingen

Moderation:
Gabriele Forst, M.A., Politologin und Redakteurin, Tübingen

Leitung:
Tengiz Dalalishvili, Fachreferent LpB, Fachbereich Internationales


Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und dem Soziokulturellen Zentrum Sudhaus Tübingen e.V.

Anmeldung erforderlich bis Do, 10.12., 13:00 Uhr. Anmeldung zum Livestream unter Kursnummer 202-10207V ebenfalls bis Do, 10.12., 13:00 Uhr erforderlich.




Termine

Datum
Do., 10.12.2020
Uhrzeit
18:30 - 21:30 Uhr
Ort
vhs, Saal, Katharinenstraße 18, 72072 Tübingen



Kursort

vhs, Saal

Katharinenstraße 18
72072 Tübingen

Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an:


Dr. Patricia Ober

Patricia Ober
07071 5603-31
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