Hölderlin hatte nicht nur entscheidenden Einfluss auf die Entstehung des deutschen idealistischen Systemdenkens, sondern auch auf die Rezeption des antiken griechischen Denkens, mit besonderem Schwerpunkt auf den Vorsokratikern und dem Platonismus. Der doppelte Einfluss, der einerseits durch die philosophisch-kulturelle Konstellation seiner Zeit und andererseits durch seine außergewöhnliche Verbundenheit mit dem antiken Griechenland hervorgerufen wurde, veranlasste ihn als Dichter, sich als Verkünder der Idee der Schönheit und Interpret der Götter der klassischen Mythologie zu verstehen, was zu einer ebenso vielschichtigen wie tiefgründigen Sichtweise der Naturwahrnehmung führte.
Anmeldung erwünscht!
Weitere Informationen und Anmeldung hier.
Abbildung: Friedrich Hölderlin, Pastell von Franz Karl Hiemer, 1792
